Harmonielehre für Harfe - kognitiv verstehen und intuitiv erspüren
Eine Melodie kann mit unterschiedlichen Akkorden versehen werden und entfaltet so ganz unterschiedliche Wirkungen.
Finde selbst passende, interessante und neue Akkorde zu vorhandenen Melodien oder Motiven!
Du erfährst zunächst, was es alles für Akkorde gibt.
Neben den Dur- und Moll-Dreiklängen, lernst Du Septakkorde, Nonakkorde, sus-Akkorde und Akkorde mit hinzugefügter Sexte kennen.
Ähnlich wie in den Farbsystemen der bildenden Kunst gibt es auch Harmonielehren in der Musik, und je nach dem, in welchem Stil man sich bewegt, werden unterschiedliche Harmoniekonstellationen bevorzugt.
Schönheit ist dabei eher ein subjektives Empfinden, das sich durch intensiveres Lauschen auf ungewohnte Farbzusammenstellungen manchmal überraschend verändert. Ungewohntes kann plötzlich den Vorzug vor zunächst als schöner - weil gewohnter - Empfundenem bekommen, und vordergründig Schönes kann auch mal banal erscheinen.
Man muss nicht genau wissen, wie die verschiedenen Theoriemodelle aussehen.
Spannender ist es, durch forschendes Experimentieren die Wirkung verschiedener Akkorde zu erfahren, die eigenen persönlichen Vorlieben zu entdecken und eventuell zu erweitern.
Konkrete, praktische Umsetzung der Harmonielehre
Am Beispiel der Melodie des Frühlingsliedes "Singt ein Vogel" lernst Du wie man bei der Auswahl der Akkorde vorgeht, und warum bei längerem Experimentieren plötzlich alle Akkorde zu passen scheinen.
Du erfährst, wovon es abhängt, ob ein Akkord eher gewöhnlich oder eher fremd klingt und welche emotionale Wirkung die gewählte Harmonie auf den Ausdruck der Melodie hat.
Die Prinzipien können auf alle Melodien angewendet werden, unabhängig von der Tonart.
So kannst Du z.B. auch eines Deiner gefundenen Motive aus dem Imbolc-Kurs mit verschiedenen Akkorden "färben", und erhältst so schon eine Entfaltung in die Farbigkeit hinein.
Dein "Kreativ-Baukasten" wird also um den Baustein der Harmonisierung mit Akkorden erweitert.
Was ist "Ostara"?
Ostara ist eines der 4 großen irischen Sonnenfeste (neben Litha, Mabon und Jul) und markiert die Frühjahrs- Tag- und Nacht-Gleiche.
Ostara ist die Göttin der Auferstehung der Natur und des Erwachens der Erde nach einem langen Winter. Das Symbol der Fruchtbarkeitsgöttin ist das Ei (quasi die Keimzelle) und ihr heiliges Tier der Hase.
Bis in die heutige Zeit hält sich der Brauch, Eier als Symbole neuen Lebens an Ostern bunt zu bemalen, um die Wiederauferstehung der Natur in all ihrer Farbigkeit zu feiern. Wärme und Wachstum lösen die Winterstarre ab, und bunte Frühlingsblumen läuten die Zeit der farbenprächtigen Blüte ein.
Übertragen auf Musik bringt das Färben von Motiven und Melodien mit Akkorden Lebendigkeit und Wärme in die Musik.