Was sind Kirchentonarten oder modale Tonarten?
Die modalen Tonarten werden auch Kirchentonarten genannt, weil sie in der alten, sakralen Musik vielfach Verwendung fanden. Sie sind die Wurzeln unserer abendländischen Musikkultur.
Wir gedenken also in der Beschäftigung mit diesen alten Tonleitern passend zum keltischen Jahreszeitenfest Samhain unserer musikalischen Ahnen.
Die Tonleitern bestehen aus den gleichen Tönen, wie die uns bekannten Dur- und Moll-Tonleitern, haben aber jeweils andere Grundtöne. Die Dur- und die Moll-Tonleiter sind tatsächlich zwei der 7 modalen Tonleitern.
Wie kannst Du HEUTE modale Tonarten in Dein kreatives Harfenspiel integrieren?
Jede dieser Tonarten hat ihren ganz eigenen Ausdruckscharakter, den Du intuitiv durch Hören erfassen kannst.
Gleichzeitig gibt es in jeder Tonart bestimmte musiktheoretische Gesetzmäßigkeiten, die Du Dir klar machen kannst, um die rein intuitive Nutzung durch bewussten Einsatz dieser Gesetzmäßigkeiten zu ergänzen.
Im Kurs "verkleidest" Du bekannte Melodien in die modalen Tonarten und erforscht so praktisch die Charakteristika der Kirchentonarten.
Der bewusste Einsatz modaler Tonarten eigent sich besonders im Bereich Storytelling, Mediationsmusik, therapeutische Musik und zur Ausarbeitung Zwischenspielen wie in der Harfeninspiration Litha beschrieben.
Akkorde in modalen Tonarten
Du erfährst, welches die meist verwendeten Begleitakkorde für Melodien in verschiedenen Modi sind.
Ostinato-Muster als Grundlage für freies Spiel, Storytelling und Meditation
Mittels Ostinato-Improvisation (Ostinato = gleichbleibendes Muster) erkundest Du spielend die Rollen der 7 Stammtöne A, B (H), C, D, E, F, G in den unterschiedlichen Modi in Bezug auf den Grundton des jeweiligen Modus.
Solche Improvisationen sind hervorragend zum Erzeugen von Stimmungen und Atmosphären zum Beispiel im Kontext von Märchen, Geschichten oder Gedichten aber auch im Einsatz von Musiktherapie und Meditation geeignet.
Was ist Samhain? (Aussprache: "Sawenn")
Samhain ist eines der 4 großen keltischen Jahreszeitenfeste und wid manchmal als das keltische Sylvester bezeichnet. Es wird in der Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November gefeiert.
Es ist das Fest der Ahnen, der Verstorbenden, der Wesen aus der Unterwelt, aber auch des ungeborenen Lebens. Alles in allem stehen die Tore zu einer anderen Dimension oder der "Anderwelt" weit offen.
Tod und Vergänglichkeit stehen an diesem Fest im Zentrum. Die dunkle Jahreszeit wird eingeläutet, und die Erde zieht sich in sich selbst zurück. Die Menschen lassen Altes los und säen den Samen für Neues, besinnen sich auf ihre Wurzeln, gedenken der Toten und erbitten den Segen der Ahnen.
Bis heute hat sich im Halloween-Fest der Brauch erhalten, sich als Schutz vor Bösen Geistern aus der Anderwelt mit wilden Kostümen zu verkleiden, um die Dämonen abzuschrecken.