Fachliche Inhalte des Harfenunterrichtes

Eine ökonomische, gesundheitsschonende Spieltechnik, die möglichst viele Optionen für die Bewältigung typischer Herausforderungen des Instruments offen hält sollte ein wichtiger Basisbestandteil des Harfenunterrichts sein.

Da ich das Spiel auf kleinen Harfen (im Kontrast zu Pedalharfen) unterrichte, ist die Spieltechnik nur an die klassische Spieltechnik der modernen Konzertharfen angelehnt, soweit dies dienlich erscheint. Durch die geringere Saitenspannung der kleinen Harfen ist allerdings die extreme Handhaltung zum Zweck hoher Kraftentfaltung an der Konzertharfe für die kleineren Harfen nicht erforderlich bzw z.T. sogar abträglich für einen schönen Klang.

Bei Fragen der Hand- und Körperhaltung orientiere ich mich neben den individuellen Befindlichkeiten der Lernenden unter Anderem an den Erkenntnissen der bipolaren Atemtypenlehre nach Wilk/Hagena.

Musikalisch möchte ich neben dem Erarbeiten vorgegebener Arrangements und Stücke zum freien Spiel ohne Noten auf der Grundlage einfacher Ostinatomuster oder Harmoniefolgen anregen.

Einen weiteren Platz kann die Vermittlung von Begleittechniken (Harmonisierung gegebener Melodien, abwechslungsreiche rhythmische Varianten zu einfachen akkordischen Begleitungen etc) oder das Erlernen der Notenschrift und musiktheoretischer Gesetzmäßigkeiten einnehmen.

Auch eigene musikalische Ideen können unter Anleitung zu Kompositionen oder ansprechenden Arrangements ausgearbeitet werden.

Eine besondere Herausforderung stellt für viele Lernende die Koordination der beiden Hände dar. Hierfür halte ich ein paar besondere Ideen bereit, die u.A. Elemente der von Reinhard Flatischler entwickelten Taketina-Methode zum Einsatz bringen.