Allgemeine Unterrichtsphilosophie

Freude und Freiheit beim Tun im Hier und Jetzt

In einer schnellebigen Welt, in der die Selbstoptimierung, die Zertifizierung und Reglementierung immer mehr das Lebensgefühl bestimmt, in der Burnout und Depression zu Volkskrankheiten avancieren, berufliche Entfremdung oder Überlastung für viele Menschen zur krankmachenden Realität zählen, biete ich eine kreative, individuelle, ganzheitliche, wertschätzende und persönlichkeitsfördernde Begleitung beim Erlernen eines Musikinstrumentes an.

Die Ausbildung umfasst die grundlegenden Aspekte des Musizierens:

  • Spielen nach Gehör - Übersetzung von innerer Klangvorstellung auf das Instrument

  • intuitives Rhythmusempfinden und kognitive Rhythmusschulung

  • Improvisation, Liedbegleitung, Arrangement, Komposition

  • ergonomisch sinnvolle Spieltechnik und Haltung (innerlich wpe äußerlich)

  • angewandte, praktische Musiktheorie mit und ohne Noten: Intervall- und Harmonielehre, Tonleiterkunde, Formenlehre

  • bei Bedarf Noten lesen und schreiben

  • Repertoirebildung nach individuellen Wünschen und Geschmack

  • Storytelling mit der Harfe

  • optional therapeutischer Einsatz von Musik 

Musik als Sprache - sprechen, lesen, schreiben

Erlerne die Weltsprache Musik ähnlich Deiner Muttersprache als Mittel für Selbstausdruck und Kommunikation- und natürlich: Spaß und Freude am Tun!

Du kannst Musik genau so frei (improvisiert) sprechen lernen, wie eine Sprache:

  • hörend

  • verstehend

  • sprechend

  • lesend

Du brauchst dazu nur etwas Erfahrungsmöglichkeiten, Grundwissen und vor allem Praxis (um es nicht Übung zu nennen).

Ich persönlich bevorzuge den Weg vom freien, alltäglichen Sprechen als Einstieg, denn auch ein Kind lernt ungefähr 5-6 Jahre lang zunächst, sich ohne Schrift und vorgefertigte Texte in seiner Muttersprache auszudrücken und zu kommunizieren, bevor es die ersten Lese- und Schreib-Versuche macht.

Die Grammatik (hier Musiktheorie) wird dabei oft zunächst intuitiv erfasst, bevor wiederkehrende Muster zu theoretischen Regeln abstrahiert werden.

Die Improvisation entspricht dem freien Sprechen und ist zur spontanen nonverbalen Kommunikation das geeignete Mittel, und zwar von Anfang an.

Die notierte Musik ist vergleichbar mit einem Gedicht, Theaterstück, Sach- oder Prosatext. Die lebendige Interpretation einer solchen Textvorlage bedingt ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen und handwerklicher Erfahrung, wenn das Ergebnis nicht hölzern und mechanisch klingen soll.

Deshalb empfehle ich besonders Anfängern gern, die Erarbeitung von komplexeren Stücken zunächst zurück zu stellen und sich lieber mit den klanglichen Ausdrucksmöglichkeiten des Instruments entsprechend den aktuellen Möglichkeiten zu beschäftigen.

Du kannst Dich natürlich über beide Wege der Musiksprache annähern und dabei Intuition und Wissen miteinander verbinden.

Dein individueller Weg - Von der Einfachheit zur Entfaltung

Wir starten immer von dort, wo DU Dich gerade befindest, nutzen Deine bereits vorhandenen Ressourcen und Fähigkeiten für die Entfaltung Deiner Möglichkeiten in kleinen Schritten aus der Sicherheit in die Freiheit.

Die eigenen Grenzen zu erleben, zu achten und geduldig spielerisch kontinuierlich zu erweitern kann für jeden Menschen zu einer sinnspendenden Antriebsfeder im Leben werden.

Der Unterricht verfolgt nicht zwingend das Ziel, bestimmte Stücke nach einem vorgegebenen Notentext zu „bimsen“, vielmehr geht es um den humorvollen und gelassenen Umgang mit Fehlern, es geht um Loslassen und Geschehen lassen, um die Koordinierung der kontrollierenden und der intuitiven Wahrnehmung und um das Eintauchen in die eigenen, oft unentdeckten kreativen Welten jenseits der Perfektionismusfalle und um Lernen durch spielen.

Das vielgesagte: "Das kann ich nicht" wandele ich um in ein "noch nicht" und zeige meinen Schülern immer wieder neue und überraschende Wege des Musiklernens auf, indem ich sie individuell genau dort abhole, wo sie sich befinden.

Im Instrumentalunterricht werden effiziente Übe-Techniken erarbeitet, die sich durch ihren Bezug zu einem musikalisch-körperlich-geistigen Gesamtzusammenhang von sturen Fingerübungen abheben.

Musizieren ist lebenslanges Lernen fürs Leben

Die eigene Wahrnehmung von sich selbst und der Welt zu beobachten und gegebenenfalls zu verändern ist ein immer wieder aufregendes Abenteuer, dem man sich im geschützten Rahmen des Unterrichts vertrauensvoll und selbstbestimmt unter liebevoller Begleitung hingeben kann.

Ein Musikinstrument bietet hierfür ein geeignetes und unerschöpfliches Trainingsprogramm, kann aber zugleich als Ausgleich zum Alltagsstress und Quelle der Freude und Entspannung dienen.

Natürlich kann das Spielen eines Musikinstruments aber auch eine ergänzendes Werkzeug für Menschen aus dem pädagogischen, geriatrischen oder therapeutischen Sektor sein. Ich leite viele Menschen an, ihre musikalischen Fertigkeiten in ihren beruflichen Kontext zu integrieren.

Notenkenntnisse?

Notenkenntnisse sind generell zwar hilfreich, aber nicht zwingend erforderlich, um die Weltsprache Musik mittels eines Instruments zu erlernen. Noten sind nur die Schriftsprache